Trazodon — schneller, klarer Leitfaden

Niedrige Dosen helfen beim Schlaf; Standarddosen behandeln Depressionen. Wichtige Punkte, bevor Sie beginnen.

Abschnitt Wichtige Informationen
Was es ist Ein Antidepressivum (SARI: 5-HT2-Antagonist und schwacher Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). Blockiert auch H1- und α1-Rezeptoren – dies verursacht Sedierung und kann den Blutdruck senken.
Warum es verwendet wird
  • Schlaflosigkeit (off-label): hilft beim Einschlafen und Durchschlafen.
  • Depression: als Monotherapie oder Teil einer Kombination.
Wie schnell es wirkt
  • Schlafvorteil in 30–60 Minuten nach einer Dosis.
  • Antidepressiver Effekt baut sich über 2–4 Wochen regelmäßiger Anwendung auf.
Typische Dosen
  • Schlaflosigkeit: 25–50 mg zur Schlafenszeit beginnen; üblicher Bereich 25–100 mg.
  • Depression (sofortfreisetzend): 50–100 mg 2–3×/Tag beginnen, titrieren; üblich 150–300 mg/Tag. Maximal 400 mg ambulant (bis zu 600 mg stationär nach Anweisung des Arztes).
  • Verlängerte Freisetzung: einmal täglich abends mit Nahrung; ganz schlucken.
Wie zu nehmen Bevorzugt nachts. Einnahme mit Nahrung kann Schwindel/Übelkeit reduzieren. Langsam aufstehen, um orthostatische Schwindelgefühle zu vermeiden.
Versäumte Dosis Nehmen, wenn erinnert, es sei denn, es ist kurz vor der nächsten Dosis. Nicht doppelt nehmen.
Absetzen Allmählich über 1–2 Wochen ausschleichen (nach Anweisung des Arztes), um Entzugssymptome und Rückfallrisiko zu reduzieren.
Häufige Nebenwirkungen Schläfrigkeit, Schwindel, trockener Mund, Übelkeit/Sodbrennen, Verstopfung, Kopfschmerzen, Unsicherheit, niedriger Blutdruck im Stehen. Verbessert sich oft innerhalb von 1–2 Wochen.
Ernsthafte (ärztliche Hilfe suchen)
  • Priapismus: schmerzhafte Erektion, die länger als 4 Stunden anhält – sofort in die Notaufnahme.
  • Herzrhythmusstörungen, QT-Verlängerung (Risiko höher bei Elektrolytproblemen/anderen QT-Medikamenten).
  • Risiko eines Serotonin-Syndroms (insbesondere bei anderen serotonergen Medikamenten).
  • Frühe Behandlung kann suizidale Gedanken bei jungen Menschen erhöhen – enge Überwachung.
  • Hyponatriämie/SIADH, Krampfanfälle (selten), Stimmungsschwankungen bei bipolaren Störungen.
Wechselwirkungen – vermeiden/überwachen
  • MAO-Hemmer und 14 Tage nach deren Absetzen.
  • Andere serotonerge Mittel (SSRIs/SNRIs, Triptane, Linezolid, Methylenblau, Johanniskraut) – Risiko eines Serotonin-Syndroms.
  • Alkohol, Benzodiazepine, Opioide – additive Sedierung.
  • Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Ritonavir) erhöhen die Spiegel – Dosis muss möglicherweise reduziert werden.
  • Enzyminduktoren (Carbamazepin, Phenytoin, Rifampin) können die Wirkung reduzieren.
  • Antihypertensiva – können die Blutdrucksenkung verstärken.
Vorsicht bei der Anwendung Ältere Erwachsene (niedrig beginnen), Arrhythmien/QT-Verlängerung, kürzlicher Herzinfarkt, Leber-/Nierenerkrankungen, Engwinkelglaukom, Epilepsie, bipolare Störung, Schwangerschaft/Stillzeit – ärztliche Beurteilung erforderlich.
Fahren & Maschinen Fahren oder Bedienen gefährlicher Maschinen vermeiden, bis Sie Ihre Reaktion kennen.
Überwachung Schlaf und Stimmung verfolgen; Blutdruck; Natrium bei gefährdeten Patienten; EKG, wenn QT-Risikofaktoren vorhanden sind.
Formen und Stärken IR-Tabletten 50/100/150 mg; XR 150/300 mg (Verfügbarkeit variiert je nach Land). Generisch und in der Regel kostengünstig.
Lagerung Raumtemperatur, trockener Ort, außerhalb der Reichweite von Kindern.
Alternativen (sprechen Sie mit Ihrem Arzt) Für Schlaf: niedrig dosiertes Doxepin, Melatonin, Mirtazapin (einzelfallabhängig). Für Depression: SSRIs (Sertralin, Escitalopram usw.), SNRIs, Bupropion – individuelle Wahl.
Schnelle Sicherheitshinweise
  • Alkohol während der Einnahme von Trazodon vermeiden.
  • Sofortige Hilfe bei Brustschmerzen, Ohnmacht oder anhaltender schmerzhafter Erektion suchen.
  • Änderungen der Stimmung/Verhalten umgehend melden.

Nur zu Bildungszwecken – kein Ersatz für medizinischen Rat. Ihr Arzt wird die Dosis und den Plan individuell anpassen.